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Zazen bedeutet sitzen in tiefer Konzentration, d.h. sitzen mit
gekreuzten Beinen auf einem Kissen, dem Zafu. Der Rücken ist
aufgerichtet, der Nacken gestreckt und das Kinn etwas eingezogen.
 Meister Deshimaru in Zazen
Meister Ryokan schreibt:
Des Nachts, tief in den Bergen Sitze ich in Meditation. Die Angelegenheiten der Menschen gelangen nie hierhin: Alles ist still und leer. Der Duft der Räucherstäbchen, verschluckt von der endlosen Nacht. Meine Robe, ganz durchfeuchtet vom Tau. Ich kann nicht schlafen, gehe hinaus in den Wald - Plötzlich, über der höchsten Bergspitze, Erscheint der volle Mond.
Hier ein Zitat von der homepage des Antaiji: Dogen Zenji schreibt ueber Zazen: "Sitz
stabil und konzentriert, denke Nicht-Denken. Wie machst du das? Lass
die Gedanken los! Dies ist die Kunst des Zazen. Uebe dich nicht in
Meditation. Zazen ist das Dharmator grosser Gelassen- und Zufriedenheit
Es ist unverfaelschtes uebendes Erweisen."
Obwohl Zazen hier
als Tor grosser Gelassen- und Zufriedenheit beschrieben wird, wirst du
mehr Schmerzen, Muedigkeit, Wut, Gier, Anhaften, Schwindel, Langweile,
Frustration, Hoffnungslosigkeit und alle moegliche andere Gedanken
erfahren. Lass sie alle vorbei ziehen. Wenn du nicht mit der
Bereitschaft zu Sterben sitzt, wirst du nicht in der Lage sein, den Weg
des Zazen zu finden. Wenn du an etwas festhaelst - und sei es das Leben
- verschwendest du nur deine Zeit. Kaempfe nicht, gib dich einfach
der Haltung hin. Wenn du versuchst Zazen zu machen, wird Zazen weit weg
von dir sein. Wenn du alles der Haltung ueberlaesst, wird sich Zazen
von selbst in dir manifestieren, ganz von allein. Zazen darf kein
Mittel zum Zweck sein, du musst dich ganz aufgeben, damit sich Zazen
von selbst verwirklichen kann.
Sawaki Kodo Roshi, ein vorheriger Abt von Antaiji, sagte einfach: "Zazen bringt nichts!"
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